The F-Word

In der Gruppenausstellung „The F-Word“ in der Zürcher Shedhalle beschäftigt sich Michaela Melián mit Fragen der Aktualität und Geschichte von feministischen Positionen in der Kunst.

Foto / Michaela Melián: Sarah Schumann und Silvia Bovenschen, 2012 (Videostill, in Missy 02/12 leider nur beschnitten zu sehen gewesen)

 

Wie hast du das Konzept für deinen Beitrag zur Ausstellung gefunden?

Ich habe lange überlegt und bin dann zum Schluss gekommen, dass ich eine neue Arbeit produzieren möchte. Gleichzeitig war es mir aber wichtig, Leute zu präsentieren, die einen essenziellen Beitrag zur feministischen Debatte geleistet haben. >> Read more

Team Schwermetallanalyse: Homoerotische Aspekte der Heavy Metal Musik

Heavy Metal gilt allgemein als eine von Männern dominierte Musikrichtung. Seien das die Hörerschaft oder die Künstler. Dementsprechend gilt auch die Musik als überaus männlich. Rauh, laut und oftmals als unmelodisch wahrgenommen, verkörpert Heavy Metal einen Gegenpol zum gefälligeren Pop und Metalheads gelten oft immer noch als Aussenseiter. Beim Auftreten der Angehörigen dieser Kultur kann man sich jedoch durchaus fragen, was denn an langen Haaren, schwarzer Schminke und Lederkleidung so überaus männlich ist. Tatsächlich kann man in vielen Aspekten des Heavy Metal homoerotische Elemente finden. Was nun ja gar nicht in das klassische Bild des biertrinkenden, langhaarigen Metalheads passt, gelten sie doch eher als homophob.

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“23/33″ von Candelilla

Kalt muss es da unten sein. Unten in München, das die Heimat der Vier-Damen-Band Candelilla ist. Bibbernd sitzen sie im Video zu “23/33″ auf der Reservebank. Auf dem Basketballplatz selbst macht sich eine illustre Runde von Pantomimen warm. Aber auch Candelilla sind kurz vorm Lostrippeln, denn “23/33″ ist eine schaurig-schöne Ouvertüre für das Album “Heart Mutter”, das im Herbst bei ZickZack erscheint. Produziert hat das Stück Steve Albini. Das ist deshaöb interessant, weil der Herr zuvor schon PJ Harvey oder Nirvana produziert hat. Ein gutes Zeichen für die Band, die es erst seit 2001 gibt. Was am Ende daraus geworden ist? “Just a romantic concept” – der Rest ist Hören.
Und sehen:


Mehr zum Video

/Musik: Candelilla – 23/33 // Idee: Candelilla, Matthias Leitner, Ralph Glander // Regie: Matthias Leitner, Ralph Glander // Kamera: Matthias Kestel // Schnitt: Dj Bogdan /

Harte Männer und willige Frauen?

Harte Männer und willige Frauen? Der harte Rocker als Beschützer und starker Mann? Und wie steht es mit der sexy Frontfrau? Mal wieder zwei Klischees, die es nicht ohne Grund gibt – oder?

Stereotype Metaller heben sich gerne durch ihre auffallend schwarz/dunkle Kleidung, langen Haare, Nietengürtel, schwarze Schminke, Latexhosen und vielem mehr von der Masse ab. Metal bedeutet für viele authentisch sein, ein klar definierbares Äusseres zu haben und die Zugehörigkeit zu einer Gruppe, die sich auch durch ihre Einstellung vom Mainstream unterscheidet. Ausbrechen aus der Norm und nicht konventionell sein, das macht die richtig harten Jungs aus.

Im Metal ist der heterosexuelle Mann immer noch die Norm. Die Anzahl der rein männlichen Bands ist denen der „Gemischten“ weit überlegen. Das laute kraftvolle „growling“, „moschen“ oder „headbanging“ versprühen nur so pure Männlichkeit und Stärke.

Aber was ist mit den Frauen? Eine Frau in einer Metal-Band ist immer noch Seltenheit, der Anblick wirkt auf viele irritierend, es fällt auf. Dennoch gibt es einige Frauen, die sich in der Szene durchzusetzen wissen und bewusst mit ihrer Weiblichkeit spielen, sich provokativ durch ihren Körper inszenieren und mit ihrer Stimme überzeugen. Nach eifriger Recherche nach rein weiblichen Metal-Bands, bin ich erstaunlicherweise auf einige Gruppen gestossen, die sich sehr selbstbewusst und gekonnt auf der Bühne, Fotos, Covers zeigen.  Denn auch der Körper ist in der Metal-Szene ein wichtiges Darstellungsmedium.

Auffallend ist, dass sich Frauen auf unterschiedliche Art und Weise inszenieren: Es gibt solche, die ihr Frau-Sein bewusst zur Schau stellen und mit ihren Reizen spielen. Hier ein Beispiel der Band „Kittie“ oder „Crucified Barbara“

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http://crucifiedbarbara.com/gallery/

Zum anderen gibt es diejenigen, die ihr Auftreten dem ihrer männlichen Kollegen anpassen, und sich als „eine von ihnen“ inszenie­ren (ist das nicht auch wieder Anpassung an die Norm?). So zum Beispiel die Band „Gallhammer“. Sie posiert auf Fotos mit Waffen oder Schnapsflaschen – bewusste Inszenierung, die mit dem klassischen Frauenbild bricht.

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Dennoch ist das Bild der attraktiven Frontsängerin weitaus mehr verbreitet, die im Vordergrund stehend auf der Bühne singt, die Albencover ziert oder auf Fotos posiert. Denn eins ist immer noch klar: Sex sells und sexy Frauen sind nun mal in einer männer-dominierten Szene beliebt und schön anzusehen. Aber man sieht genauso, dass weibliche Bands im Kommen sind und die klassische Matrix des Metal auch durch anders geschlechtliche Inszenierungen durchbrochen wird.

Fazit: Nicht nur der Mann ist ein richtiger Metaller, auch Frauen können das!

 

Team Schwermetallanalyse: Metal und Metalinnen

Metal? Mal Wikipedia fragen… “[...] verwandt mit der Rockmusik. Die Bezeichnung ist die Kurzform des Begriffs Heavy Metal, der heutzutage allerdings nur noch die ursprüngliche Form dieser Musik bezeichnet. Ihre Ursprünge liegen im Bluesrock und dem Hard Rock Anfang der 1970er; sie zeichnet sich vor allem durch eine gitarren- und schlagzeugzentrierte Klangfarbe aus.”

Bei meinen musikwissenschaftlichen Nachforschungen habe ich mich mit dem Geschlechterbild in diesem Genre beschäftigt und möchte kurz einen Abriss geben. Grundsätzlich gibt es zwei Geschlechter, die sich in einem patriarchalen System bewegen. Frauen spielten im Metal lange eine marginale Rolle und tun es teilweise immer noch, sowohl auf der Bühne als auch im Publikum. Langsam scheint sich dies zu ändern. In den Lyrics werden Frauen oft als “Hure oder Heilige” dargestellt (ersteres, wenn sie den männlichen Protagonisten verlassen oder betrogen haben, letzteres, wenn sie ihn “gerettet” oder erhört haben). In Texten und Videos ist nicht selten Gewalt (gegen Frauen, aber nicht nur)  zu finden, die Bildsprache von CD-Booklets zeigt Frauen meist als Opfer von Gewalt  (zum Beispiel Cradle of Filth, Morticia, Cannibal Corpse, Faust),  als Sex- bzw. Dekorationsobjekte (Epica, Heavenly, Cauldron) oder als überirdische/mystische Wesen  (Nightwish, Apocalyptica, Elvenking).

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Die neue Ausgabe: Ab heute im Handel!

Endlich ist der Frühling da und allüberall gibt es jetzt gute Tipps, wie die „lästigen Härchen“ an Beinen, Achseln und Pussys loszuwerden seien. Nur Missy präsentiert lieber passend zum Sommer ein Dossier zum Thema Körperbehaarung: Wann fing das an mit der Enthaarungswut, sind Haare wirklich “unhygienisch” und was hat Gesine Schwans “Vogelnestfrisur” mit ihrer politischen Kompetenz zu tun? Erfahrt ihr alles in der neuen Ausgabe. Auch sonst sind wir weit rumgekommen: Aus Uganda und Brasilien berichten unsere Autorinnen, aus dem Boxring und aus der Piratenpartei. Das alles und was Beth Ditto jetzt mit der Bibel & dem Teufel zu schaffen hat, lest ihr in der neuen Ausgabe – ab heute im Handel und garantiert behaart!

Team Musikvideos & Songtexte: Von “I’m Just a Girl” und Erving Goffman

 

Erinnert ihr euch noch an die Popband No Doubt? Jene Band mit der wasserstoffblonden Frontsängerin Gwen Stefani, auf die man bereits damals nur mit knallroten Lippen in Video und Presse gestossen ist und die auch heute noch während ihrem Mutterdasein erdbeerroten Lippenstift trägt, während sie mit ihren Kindern auf dem Spielplatz spielt? Vor ca. zehn Jahren galt sie als eine ‚Powerfrau‘ – so hat sie sich zumindest in ihren Musikvideos dargestellt. Eines dieser Musikvideos war jenes zum Song „I’m Just a Girl“, das 2003 die Teenie-Girls in ihren Zimmern zum Mitgröhlen veranlasste.

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An diesem Wochenende in Berlin: handmade supermarket!

Wohnung und Kleiderschrank haben vom Frühjahrsputz noch nichts gesehen? Kein Problem, denn glücklicherweise ist an diesem Wochenende wieder der zweite Sonntag des Monats und das heißt: Es gibt eine neue Ausgabe des handmade supermarkets! Auch dieses Mal werden rund 60 AusstellerInnen ihre Ware in der Kreuzberger Markthalle IX feilbieten – alles natürlich handgemacht oder fair gehandelt! Zu entdecken gibt es Wohnaccessoires, Klamotten, Schmuck, Geschirr und viele weitere schöne Dinge, die das Herz begehrt. Sollte die gebündelte Kreativität ansteckend wirken, kann man sich an einem DIY-Stand selbst versuchen und hemmungslos dem Bastelwahn erliegen. Auf alle die sich schließlich müde geshoppt haben, warten Kaffee, Wein oder Leckereien von Sun Day Burger und der Marktküche, die den Körper wieder auf Vordermann bringen. Also ab dafür!

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Im Mai in Berlin: Lab ‘Trans_forming Politics’

Ende diesen Monats findet in Berlin das  Lab ‘Trans_forming Politics’ statt, ein durch die Kooperation der Humboldt-Universiät zu Berlin, der Lesbenberatung, GLADT und Südblock entstandenes Projekt. Ziel ist, während der Lab-Tage die Bedeutung und Beziehung von ‘feministisch’, ‘trans*’, ‘dyke’ und ‘queer’ als Benennung, Verortung und Politiken zu untersuchen und zu hinterfragen. Im Fokus steht hierbei insbesondere die Frage nach dem Begriff des ‘trans*’: Was meinen wir, wenn wir von ‘trans*’ sprechen, was verstehen Andere darunter  und wie kann es gelingen über ‘trans*’ eine Politische Praxis und Kritik zu formulieren? Es ist die Suche nach Antworten, die gemeinsam mit dem Publikum gefunden werden sollen und in Workshops, Vorträgen, einer Kunstaustellung und Performance, die an verschiedenen Orten in Berlin stattfinden, verhandelt werden. 

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MISSY 02/12 ist auf dem Weg!!!

In den ersten Briefkästen ist sie schon eingeflattert und ab dem 14.05. liegt sie in allen gut sortierten Bahnhofs-Buchhandlungen und Zeitschriftenläden! Hier eine kleine Vorschau auf den Inhalt der Missy 02/12: Vorlaut, queer, politisch und angeführt von einer dicken Frau – unsere Titelgeschichte über The Gossip. Passend zum Sommer: Unser Dossier zu Körperbehaarung und Fellpflege.